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IS - 4 Jastrzab, der polnische Habicht


Jastrzab im MuseumZu den wenigen Segelflugzeugen, die speziell für den Kunstflug entwickelt worden waren, gehört die IS - 4 Jastrzab konstruiert von Josef Niespal. Der erste Prototyp mit der Kennung SP - 999 flog 1949 und zeigte die für seine Bestimmung typischen konstruktiven Merkmale: kleine Spannweite und große wirksame Ruder. Als Landehilfen dienten nur die kleinen Wölbklappen, die jedoch nur wenig wirkten, so daß im zweiten Prototpyen SP - 1001 Störklappen eingebaut wurde, welche das Handling entschieden verbesserten. Mit beiden Exemplaren wurden bis Oktober 1950 2000 Flüge mit 157 Stunden geflogen. Der Jastrab wurde nochmals etwas verbessert und 1952 flog der SP - 1284 als erster von 10 Serienmaschinen. Eine weitere Serie von 25 Stück wurde 1953 aufgelegt. Verkauft wurde die IS 4 u.a. in die ehemalige DDR und an die Volksrepublik China.

Der freitragende Hochdecker hatte zwei Holme; die leicht geknickten Tragflügel waren vollständig beplankt. Die Sturzflugbremsen befanden sich hinter dem 2. Holm. Bei der Konstruktion mußten intensive Festigkeitsberechnungen angestellt sowie die Abstimmung und Bau der Ruder so vorgenommen werden, daß auch bei den hohen Sturzfluggeschwindigkeiten und Beschleunigungen keine Flattererscheinungen auftraten und die Ruderdrücke von den Piloten beherrscht werden konnten.

Dieses Exemplar ist im Museum in Krakau ausgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der ehemaligen DDR flogen 2 Exemplare. Sie dienten der Qualifizierung erfahrener Flugzeugführer im hohen Kunstflug. Bei zahlreichen Flugtagen wurde mit dem kleinen vollkunstflugtauglichen Segelflugzeug Millionen von Zuschauern begeistert.   

 

 

Dreiseitenansicht (14558 Byte) Spannweite

Länge

Seitenverhältnis

Fluggewicht

Gleitzahl

Vs

Vmin

Vmax

12,00 m

6,25 m

10,4

340 kg

19

1,08 m/sec

62 km/h

450 km/h

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Günther Hennig jun.
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Stand: 04. Mai 2002.