| Moswey 6, ein Leistungsdoppelsitzer |
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Der Moswey 6 bei den Weltmeisterschaften 1950 in Schweden |
Die allen "Moswey" -Typen eigenen vorzüglichen Flugeigenschaften, der guten Wendigkeit und den ausgezeichneten Sicht- und Platzverhältnissen, machen den Moswey 6 zu einem Hochleistungs-Segler par excellence. Das weitgesteckte Ziel, einen hochleistungsfähigen Zweisitzer zu schaffen, der Gewicht, Dimensionen und Preis eines größeren Einsitzers dieser Leistungsklasse nicht wesentlich überschreiten sollte, ist mit dem Moswey 6 vollauf erreicht worden. Der Zweck dieser Aufgabenstellung war die Erfüllung des allgemeinen Wunsches, auch für Leistungsflüge einen (zahlenden) Fluggast mitnehmen zu können oder in besonderen Fällen dessen Gewicht mit dem Einbau von Funk- und anderwertigen Geräten auszunützen.

Der Moswey 6 ist als freitragender, einholmiger Schulterdecker in Holzkonstruktion ausgeführt und weist die bewährten Merkmale der bisherigen Mosweytypen auf. Ein mittels Handhebels voll einziehbares ölpneumatisches Einradfahrwerk erlaubt am Boden ein müheloses Manövrieren, kurzen Start und schonendes Absetzen der Maschine.

Leistungsmäßig kommt der Moswey 6 als Doppelsitzer an die besten und modernsten Einsitzer mit gleichen Abmessungen heran. Ein Vergleichsfliegen mit der jugoslawischen Konstruktion "Orao II" bestätigte die absolute Gleichwertigkeit oberhalb von 60 km/h.
Der Moswey 6 fand durch Absturz ein unrühmliches Ende. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten, während der Passagier nicht überlebte. Grund für den Absturz war Feuchtigkeit, welche den Materialverbund schwächte, und so zum abmontieren in der Luft führte.

| Spannweite | 19,00 m |
| Länge | 8,40 m |
| Fluggewicht | 440 kg |
| Vmin | 45 km/h |
| Vsink | 0,58 m/sec |
| Gleitzahl | 32,5 |
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Günther Hennig jun.
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Stand: 02. Mai 2002.