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Die King Kite war
ein sehr fortschrittliches Flugzeug für 1937. Der Erstflug fand im April statt und es war
geplant 3 davon auf die Wasserkuppe zum Rhönwettbewerb zu schicken. Doch die King Kite
stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Chris Wills führte den Ertstflug aus.
Er war sichtlich angetan von dem neuen Flugzeug, solange bis er mit dem Trudeltest begann.
Dabei zeigte sich, daß wenn die King Kite einmal im Trudeln war, nur mit viel Glück
dieser Zustand wieder beendet werden konnte.
Daraufhin wurden die Seitenruder erheblich
vergrößert, was eine geringe Verbesserung brachte. So ausgerüstet nahmen 3 King Kite am
Rhönwettbewerb teil. Doch gleich beim ersten Wertungsflug wurde eine King Kite zerstört,
als beim Gummiseilstart die Strömung abriß und der Segler abstürzte. Glücklicherweise
kam der Pilot P.M. Watt mit leichten Verletzungen davon.
Dies zeigte, daß etwas ziemlich falsch
war an der King Kite. Die Ursache dafür wurde erst Jahre später durch Fred Slingsby bei
einer Inspektion der Flächen und Anstellwinkel gefunden. Statt der geplanten negativen
Schränkung war beim Bau eine positive Schränkung eingebaut worden. Dies erklärt auch,
warum die King Kite so trudelanfällig war. Ein Exemplar wurde 1983 von David
Jones mit Ausnahme des Profiles original nachgebaut. Es zeigt ausgezeichnete
Flugleistungen - leider einige Jahre zu spät und wird
bei Oldtimertreffen vorgeführt.
Die King Kite hatte an der
Wurzel das NACA 23021 und das schon oft verwendete NACA 4415 am Außenflügel. Entgegen
der sonst üblichen englischen Bauweise hatte die King Kite eine höhere Flächenbelastung
und war mehr für Überlandflüge als auf reinen Thermikflug ausgelegt. In Verbindung mit
den Wölbklappen hätte ein leistungsfähiges Flugzeug daraus werden können - wenn die
Schränkung nicht verkehrt herum gewesen wäre...

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Günther Hennig jun.
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Stand: 03. Mai 2002.