Greif 1a (FK 1) 1959

 

Flugzeugtypen Frankreich

 

 

Otto Funk kam in dieser Zeit als Student zur Firma Heinkel in Speyer, wo er das Ganzmetallsegelflugzeug Greif 1a entwickelt hat. Bereits damals setze er dazu die noch völlig neuartige Metall-Klebebauweise ein, die bis heute als ein spezielles Detail der FK Flugzeuge beibe-halten und weiterentwickelt wurde.
 

 

Auf der Luftfahrtschau 1962 in Hannover zeigte im Freigelände die Firma Ernst Heinkel Flugzeugbau GmbH zwei Ausführungen eines Ganzmetallsegelflugzeuges. Eine Ausführung unter der Bezeichnung Greif 1a als Hochleistungssegelflugzeug der 15m Standardklasse und eine andere Ausführung Greif 1b als Motorsegler mit BMW Strahltriebwerk.

Segelflugzeuge in Ganzmetallausführung wurden schon mehrfach gebaut, jedoch hatte die Verwendung von Aluminium bisher den Nachteil, daß man bei den notwendigen geringen Beuldicken und bei konventioneller Bauweise Beulen und Wellen in Kauf nehmen mußte. Verwendete man dicke Bleche, so war zwar die Aerodynamik gut, aber das Leergewicht entsprechend hoch.

 

Hier sind nun die beiden bei Heinkel tätigen Ingenieure Hollfelder und Funk einen neuen, vielversprechenden Weg gegangen, der die großen Vorteile  des Metallbaus (vor allem Witterungsbeständigkeit) mit geringem Gewicht und sauberer, glatter Oberfläche vereinigt. Greif 1 auf der Luftfahrtschau Hannover 1962 Quelle deutscher aero club 2/63

 

Greif 1 Fläche im Bau Quelle deutscher aero club 2/63 Flugversuche bei der Akaflieg Karlsruhe haben bewiesen, daß die Flugleistungen und Flugeiegenschaften dem zur Zeit besten serienmäßig gebauten Standardsegelflugzeuges in Holzbauweise durchaus ebenbürtig sind. Schade daß dieses Ganzmetallflugzeug infolge einiger unglücklicher Umstände nicht an den deutschen Segelflugmeisterschaften 1962 teilnehmen konnte.
Übrigens wurde ein Greif von einem Luftfahrtverein bei einem Betrieb in St. Goar nachgebaut - ein Beweis, daß dieses Flugzeug im Vereinsbetrieb nachgebaut und eingesetzt werden konnt. Rumpfbau Greif 1 Quelle deutscher aero club 2/63
   

Greif 1a Quelle

Spannweite / Span  15 m
Länge / Length  7,20 m
Flügelfläche / Wing area 13,85  m²
Seitenverhältnis / Aspect ratio 16,20
Leergewicht / Rigged Weight  216 kg
Zuladung / Payload  110 kg
Fluggewicht / Max. all-up weight  326 kg
Flächenbelastung / Wing loading  23,5 kg/m²
Mindestgeschwindigkeit / Vmin  
Höchstgeschwindigkeit / Vmax 250 km/h
Sinkgeschwindigkeit / Min. sink  m/sec
Höchstgeschw. im Windenschlepp / Vmax winch  
Höchstgeschw. im F-schlepp / Vmax aerotow  
32,6 44

 

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Günther Hennig jun.
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Stand: 25. Februar 2007.